Der Name Apatit stammt vom griechischen Wort „apatein", was so viel wie „täuschen" bedeutet, ab. In der griechischen Mythologie war Apate, die Göttin der Täuschung, des Betruges und der Gaunerei, eine der bösen Geister, die aus der Büchse der Pandora befreit wurden. Einer der Gründe für die Namensgebung des Edelsteins sind sicherlich die zahlreichen Farben, in denen der Apatit vorkommt. Apatite wurden in der Vergangenheit oft mit anderen Edelsteinen verwechselt. Ob tiefblau wie ein Saphir, grünlich wie ein Peridot oder golden wie ein Beryll.
Lange Zeit spielte der Apatit eine eher untergeordnete Rolle. Erst die Entdeckung von Apatiten mit paraiba-ähnlichen, leuchtend blaugrünen Farbtönen in Madagaskar Mitte der 1990er-Jahre führte zu einem sprunghaften Anstieg seines Bekanntheitsgrads. Seither erfreut sich der Edelstein zunehmender Beliebtheit.
Kristalle in Edelsteinqualität sind ausgesprochen selten. Häufig treten Apatite mit sichtbaren Einschlüssen auf und erreichen nur geringe Größen. Besonders selten und begehrt sind augenreine Exemplare mit kräftiger Farbe und einem Gewicht von mehr als einem Karat.
Apatit kommt weltweit vor. Die bedeutendsten Fundorte für Edelsteinqualität liegen in Madagaskar, Brasilien, Mexiko, Indien und Sri Lanka. Trotz seiner globalen Verbreitung bleibt Apatit in transparenter, schleifwürdiger Qualität eine Rarität.
Apatit gehört zur Gruppe der Phosphatminerale und besteht chemisch aus Calciumphosphat. Seine Mohshärte beträgt etwa 5, wodurch er sich nicht für stark beanspruchte Schmuckstücke wie Ringe eignet.
Wir möchten Sie zudem darauf aufmerksam machen, dass viele Juweliere Apatite nicht fassen, da diese häufig während des Fassens springen.