Rubin
Der Rubin zählt zu den bekanntesten und wertvollsten Edelsteinen weltweit. Seinen Namen verdankt er dem lateinischen Wort "ruber", was „rot" bedeutet. Mineralogisch gehört der Rubin zur Gruppe der Korunde, wobei ausschließlich rote Korunde als Rubine bezeichnet werden. Alle anderen Farbvarianten innerhalb dieser Gruppe werden als Saphir bezeichnet.
Die charakteristische rote Farbe des Rubins entsteht durch Spuren von Chrom, während mögliche Beimengungen von Eisen, Titan oder Vanadium zusätzliche Farbnuancen hervorrufen können. Das Farbspektrum reicht von einem zarten Orangeton bis hin zu einem tiefen Taubenblutrot welche auch als die begehrteste und wertvollste Farbvariante gilt.
Rubine zeichnen sich nicht nur durch ihre eindrucksvolle Farbe aus, sondern auch durch ihre Härte. Mit einer Mohs-Härte von 9 zählt der Rubin zu den härtesten natürlich vorkommenden Edelsteinen gleich nach dem Diamanten. Kleinere Einschlüsse sind bei natürlichen Rubinen üblich und werden toleriert, solange sie die Transparenz und Schönheit nicht wesentlich beeinträchtigen.
Besonders begehrt sind große, reine Rubine ab 2 Karat, da sie äußerst selten sind. Solche Spitzenqualitäten erzielen auf internationalen Auktionen regelmäßig Höchstpreise.
Die bedeutendsten Fundorte hochwertiger Rubine liegen in Myanmar (Burma), Sri Lanka, Tansania und Mosambik.
Wie fast alle Korunde werden Rubine üblicherweise erhitzt, um Farbe und Reinheit zu optimieren und ist ein allgemein akzeptiertes Verfahren in der Edelsteinbranche. Vorsicht ist jedoch bei sogenannten „gefüllten" sowie mit Beryllium oder Borax behandelten Rubinen geboten, da diese durch künstliche Eingriffe verändert wurden und nicht denselben Wert wie unbehandelte oder traditionell erhitzte Rubine besitzen.
Aufgrund ihrer Seltenheit, Härte und unvergleichlichen Farbintensität gelten Rubine als ausgezeichnete Wertanlage mit anhaltend steigender Nachfrage weltweit.