Der Name Smaragd leitet sich vom griechischen „smaragdos" ab, was so viel wie „grüner Stein" bedeutet. Als Varietät des Minerals Beryll gehört der Smaragd zur gleichen Familie wie Aquamarin oder Morganit. Er zählt zu den begehrtesten und wertvollsten Edelsteinen der Welt.
Seine grüne Farbe verdankt der Smaragd vor allem den Spurenelementen Chrom und/oder Vanadium, seltener Eisen. Je nach Konzentration und Kombination dieser Elemente variiert die Farbe von zartem Pastellgrün bis zu intensivem, sattem Tiefgrün. Letztere gilt als besonders wertvoll gilt.
Smaragde gehören mineralogisch zur Edelsteingruppe Typ III, was bedeutet, dass Einschlüsse, sogenannte Jardin (frz. für „Garten"), die Regel sind und nicht als Makel, sondern vielmehr als Echtheitsmerkmal und Charakterzug gelten. Diese Einschlüsse entstehen durch natürliche Wachstumsprozesse im Gestein.
Um diese Einschlüsse zu behandeln werden Smaragde oft mit farbigem Öl oder Harzen gefüllt. Wir würden von diesen Behandlungsmethoden warnen da durch diese Behandlung der Edelstein stark an Wert verliert.
Die Behandlung mit farblosem Öl ist bei Smaragden gängige Praxis und ist unbedenklich. Diese Maßnahme dient vor allem Spannungen im Schleifprozess auszugleichen und die strukturelle Integrität des Steins zu waren. Dadurch wird das Risiko das der Smaragd beim Schleifen springt bedeutend gesenkt.
Augenreine Smaragde über einem Karat sind außerordentlich selten und erzielen dementsprechend hohe Marktpreise.
Die bedeutendsten Fundorte liegen in Kolumbien, Brasilien, Sambia, Afghanistan, Russland, Indien und Südafrika. Kolumbien gilt nach wie vor als das weltweit führende Herkunftsland. Die dortigen Smaragde, vor allem aus den Lagerstätten Muzo, Chivor und Coscuez, zeichnen sich durch ein unvergleichlich lebendiges Grün aus. Ein Resultat der einzigartigen geologischen Bedingungen in den dortigen Kalkschieferformationen.
Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Hitze und Druck dürfen Smaragde nicht im Ultraschallbad gereinigt werden.