Der Zirkon ist einer der ältesten bekannten Edelsteine der Welt, bereits in der Bibel und in alten hinduistischen Schriften findet er Erwähnung. Als natürlich vorkommender Edelstein überzeugt er durch sein intensives Feuer und seine außergewöhnliche Brillanz, die dem Diamanten in nichts nachsteht. Seine besonders hohe Dispersion sprich die Aufspaltung des Lichts in Spektralfarben, verleiht ihm ein wirklich faszinierendes Funkeln.
Zirkon kommt in einer Vielzahl von Farben vor: Champagner, Cognac, Kaffee, Gold, Honig, Zimt, Orange, Gelb, Weiß (farblos), Grün und besonders begehrt: Blau.
Vor allem der blaue Zirkon hebt sich durch seine leuchtende Klarheit hervor und bringt die optischen Eigenschaften dieses Edelsteins am stärksten zur Geltung. Ein Großteil der hochwertigen Zirkone in Edelsteinqualität stammt aus Kambodscha, Sri Lanka, Tansania und Nigeria.
Besonders berühmt ist die Ratanakiri-Region in Kambodscha, deren Zirkone sich durch ein strahlendes Mittelblau auszeichnen, das sich deutlich von den Tönen anderer Edelsteinarten wie Aquamarin oder Saphir unterscheidet. Zu beachten ist das die meisten blauen Zirkone bestrahlt werden, dabei handelt es sich um eine übliche und akzeptierte Behandlung.
Obwohl seit den 1930er Jahren synthetische Zirkonia als Diamantimitation auf dem Markt sind, hat dies den echten Zirkon keineswegs verdrängt. Die Nachfrage nach unbehandeltem, natürlichem Zirkon ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Vor allem Sammler und Liebhaber von farbintensiven, hoch brillanten Edelsteinen schätzen seine natürliche Ausstrahlung und seine Seltenheit. Hochwertige Zirkone sind in Minen weltweit nur begrenzt verfügbar, was ihren Marktwert zunehmend steigen lässt.
Trotz seiner Härte (6–7,5 auf der Mohs-Skala) ist Zirkon aufgrund seiner Sprödigkeit empfindlich gegenüber Stoß, Temperaturwechsel und Ultraschall. Eine schonende Reinigung wird empfohlen.