Der Taaffeit ist ein außerordentlich seltener Edelstein, der lange Zeit mit dem Spinell verwechselt wurde und erst 1945 von seinem Namensgeber, dem irischen Edelsteinexperten Richard Taaffe, durch Zufall als eigenständige Mineralart identifiziert wurde. Es war das erste bekannte Beispiel eines Edelsteins, der zuerst als geschliffener Stein entdeckt und später als Mineral klassifiziert wurde. Eine Besonderheit in der Geschichte der Mineralogie. Die Entdeckung war so bemerkenswert, dass der Edelstein seither zu Ehren Taaffes den Namen Taaffeit trägt.
Mineralogisch gesehen ist der Taaffeit ein Beryllium-Aluminium-Oxid mit einer chemischen Zusammensetzung, die ihn strukturell und optisch zwischen Spinell und Chrysoberyll einordnet. Die Farbpalette des Taaffeits reicht von farblos und grünlich-grau zu zartem Lavendel und Flieder über Rosa bis zu Purpur und Violett. Seltene Exemplare mit intensiver Farbsättigung und hoher Transparenz gelten als absolute Raritäten und erzielen auf dem Edelsteinmarkt Höchstpreise.
Die weltweit bedeutendsten Fundorte des Taaffeits liegen in Sri Lanka, wo der Edelstein ursprünglich entdeckt wurde. Weitere Lagerstätten befinden sich in Myanmar, Tansania und Madagaskar, doch sind auch dort gefundene Exemplare meist nur von kleiner Größe und mit Einschlüssen versehen. Facettierbare, klare Taaffeite sind extrem selten und gelten als ausgesprochene Sammlersteine.
Mit einer Mohshärte von etwa 8 bis 8,5 ist der Taaffeit für den Einsatz in hochwertigen Schmuckstücken geeignet. Seine Härte, gepaart mit seiner Seltenheit, macht ihn zu einer edlen Alternative zu bekannteren.
Seine Kombination aus geologischer Einzigartigkeit, attraktiver Farbgebung und äußerster Seltenheit verleiht dem Taaffeit einen beinahe mystischen Status unter den Edelsteinen.